Oberpfalzmeisterschaften im Halbmarathon 2004

Lauftreff Hainsacker bei idealen Bedingungen in Amberg

Ein Bericht von Helmut Zitzmann

Die diesjährigen Oberpfalzmeisterschaften im Halbmarathon wurden im April in Amberg ausgetragen. Nachdem 2003 in Pentling der Lauftreff Hainsacker den 3. Platz in der Mannschaftswertung erreicht hatte, war diesmal das Teilnehmerfeld derart stark, dass die Erwartungen entsprechend zurückgeschraubt werden mussten. Im vergangenen Jahr war die Aufnahme in die Bestenliste daran gescheitert, dass einige der Läufer keinen Startpass hatten.

Organisation

Parkplätze waren reichlich am Zielbereich vorhanden, auch wenn nach Veranstalterangaben die ca. 550 Teilnehmer schon an die Kapazitätsgrenze der Strecke gingen. Die Abholung der Startunterlagen (vereinsweise) und die Nachmeldungen gingen zügig über die Bühne.

Schließlich standen an diesem kühlen, bewölkten Sonntagmorgen – jetzt mit Startpässen – sieben Hainsackerer im dicht gedrängten Starterfeld, sechs Männer und eine Frau. Es waren viele der schnelleren Läufer des Lauftreffs dabei. Allerdings hatte seit letztem Jahr bei den Frauen der ”Ausfallteufel” zugeschlagen, worüber lediglich ein gutes Einzelergebnis etwas hinwegtrösten konnte. Die letzten Jahre hatte regelmäßig eine starke Frauenmannschaft sogar auf dem Treppchen gestanden.

Beim Start das Übliche!

Vier Hainsackerer hatten sich ziemlich weit vorne eingereiht, in etwa da, wo sie meinten hinzugehören. Sie mussten erwartungsgemäß wieder etliche deutlich Langsamere überholen. Im Gegensatz zu vielen anderen Läufern, die wieder mit zu hohem Tempo begonnen hatten, passte die Renneinteilung weitgehend. Zumindest motivierte das ständige Überholen in der zweiten Hälfte und tröstete den einen oder anderen über das verfehlte Zeitziel hinweg.

Die Strecke verlief nach einer ”Einführungsspange” dreimal im Kreis durch das Gelände der ehemaligen Gartenschau. Der flache und gut befestigte Parcours (Asphalt und Sand/Splitt) war gut zu laufen, enthielt aber eine Spitzkehre (drei Mal) und eine schwingende Brücke, die einen jedesmal aus dem Laufrhythmus brachte. Die zwischenzeitlich durchkommende Sonne brachte vor allem die wärmer gekleideten ”Pessimisten” gehörig ins Schwitzen. Ängste, die richtige Abzweigung aus der Runde Richtung Ziel zu verpassen, erwiesen sich als unbegründet. Ordner wiesen einem im richtigen Moment den Weg.

Ziel

An der Strecke gab es nur vereinzelt Zuschaueransammlungen. Diese hatten sich hauptsächlich beim Zieleinlauf im Stadion eingefunden, sodass die Läufer auf dem letzten halben Kilometer nochmal kräftig angefeuert wurden. Ein Stadionsprecher bemühte sich, alle Einlaufenden mit Namen und Verein durchzusagen, was dem Ganzen doch auch eine familiäre Athmosphäre verlieh. Gleich hinter der Ziellinie wurden den Finishern einfache Medaillien umgehängt und es gab reichlich Tee, Bananen, Energieriegel und Bier (akloholfrei!).

Zu den Duschen und Umkleiden mussten noch einige hundert Meter zu Fuß zurückgelegt werden – zurück zum Startbereich. Für die etwas später eintreffenden Duschwilligen gab es allerdings nur noch kühles Wasser. Auch da ist wohl eine Kapazitätsgrenze erreicht.

Ergebnisse

Der Lauftreff Hainsacker lief nicht in einer geschlossenen Gruppe, sondern jeder nach seiner eigenen Vorgabe. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Der schnellste war Hans Spitzenberger mit 1:21:18, gefolgt von Sepp Wimmer in 1:24:49 und Rupert Deml in 1:26:20. Diese drei erreichten in der Mannschaftswertung Rang 8, was Platz 6 in der Oberpfalz-Meisterschaft bedeutete (nicht alle Mannschaften waren für die Meisterschaften gewertet worden).

Die zweite Mannschaft, bestehend aus Helmut Zitzmann (1:31:00), Phillipp Friedrich (1:35:33) und Josef Spitzenberger (1:44:28), belegte den 18. Platz in der Oberpfalz-Meisterschaft. Eine weitere Mannschaftswertung in der Altersklasse M45 (Deml, Zitzmann, Spitzenberger J.) erbrachte einen 2. Platz (1. Opf.-Meisterschaft).

Hans Spitzenberger und der jüngste LT-Teilnehmer Philipp Friedrich konnten sich über neue persönliche Bestzeiten freuen! Die einzige weibliche Teilnehmerin Sieglinde Mattioni absolvierte die Strecke in 1:40:20 und erreichte trotz Krämpfen in der letzten Runde Platz 5 in der Klasse W40.

Der Schnellste an diesem Tag war ein Tscheche: Petr Kratejl in 1:11:18. Natürlich kam der nicht in die Oberpfalzwertung. Hier belegte Markus Reindl vom SGS Amberg den ersten Platz. Bei den Frauen gewann mit Friederike Buck in 1:25:39 eine Würzburgerin. Die beste Oberpfälzerin hieß Petra Bayerl (1:38:33) und kam vom ATSV Kallmünz.

Resümée: Ein schöner, gut organisierter Lauf mit wenigen kleinen Schönheitsfehlern. Eine Teilnahme ist zu empfehlen, auch auf die Gefahr hin, dass nächstes Jahr noch mehr Läufer kommen und dann Nachmeldungen vielleicht nicht mehr möglich sind. Noch größer ginge es dann wohl nur noch auf einer anderen Strecke und mit der Ausgabe von Lauf-Chips.